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Pferdemusical - "Arabische Phantasien"
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In Arabien, dem Land der Geschichten aus 1000 und einer Nacht, steht die Kunst des Erzählens in hoher Blüte.
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... Einst regierte dort ein junger Sultan namens Haddudu sein Land mit Milde und Weisheit. Das Volk verehrte ihn. Nur eine Frau fehlte ihm noch, die ihm, nach der Tradition seines Landes, einen Nachfolger gebären sollte.
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Der Kalif „Dschamal“ hatte zwei heiratsfähige Töchter:
Fatima, die Ältere, so schön wie die Sonne und Aika, die Jüngere, so schön wie der Mond. Haddudu wählte Aika zu seiner Gemahlin und beide waren glücklich.
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Doch Fatima war eifersüchtig. Zu gerne wäre sie die Gemahlin von Haddudu geworden. Voller Hass auf das glückliche Paar schwor sie, Aikas Glück zu zerstören.
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Aika hatte ihrem Gemahl einen Sohn geschenkt.
Sie nannten ihn Said.
An seinem 10. Geburtstag wurde er offiziell dem Volk als Nachfolger vorgestellt. Ein großes Volksfest wurde gefeiert.
Aus allen Teilen des Landes strömte das Volk herbei und huldigte dem jungen Thronfolger mit Darbietungen aller Art. Said und seine Eltern waren überglücklich.
Unter den Festgästen war auch Fatima. Sie hatte ihren Schwur nicht vergessen. Je mehr in ihr die Eifersucht und der Hass wuchsen, desto mehr verstand sie die Sprache der bösen Geister und Dämonen.
Dieses teuflische Heer bot allen bösen und hassenden Menschen seine Dienste an, so auch Fatima für ihren teuflischen Plan.
Mitten im frohen Fest jagten die Bösewichte auf den verblüfften Said zu, packten ihn und galoppierten mit ihm davon. Said und die Menge begriffen gar nicht was da geschah. Sie dachten, es sei ein weiteres Spiel zu Ehren des Thronfolgers. Die Geister und Dämonen brachten den armen Said zu einem geheimen Platz auf einer „Insel im Meer der Dunkelheit“. Dieser Ort ist für Sterbliche nur zu finden, wenn ihr Herz voller Hass und Missgunst ist. Hier sollte der Entführte gequält werden und leiden, bis auch er ein Hassender wird. Doch Fatima wollte den Tod des jungen Herrschers.
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Entsetzen und Verzweiflung beendeten jäh das frohe Volksfest. Sultan Haddudu galoppierte mit seinen Männern den Entführern hinterher. Aber vergebens, denn wer kann schon Dämonen und Geisterkönige einholen, die schneller sind als der Wind.
Im Übermaß des Schmerzes um den verloren geglaubten Sohn erkannte Aika, dass sie nach dem Gesetz des Landes ihren geliebten Gemahl verlassen musste. Haddudu muss sich eine andere Frau suchen.
In ihrer Not rief Aika den mächtigen Zauberer „Janicus!“ zur Hilfe. Er versprach Aika beizustehen und bat um ihr Vertrauen. Aika gab ihm ihre Hand, ging mit ihm und war gewillt sich zu fügen, was immer auch geschehen mag.
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Die Dämonen bereiten ein großes Quäl-Geister-Fest vor. Hier soll der arme Said an den Quäl-Pfahl gebunden werden und leiden, bis er selbst zu einem Hassenden wird. Da Fatima wollte, dass Said am Schluss auch getötet wird, brachte sie einen Krug voll „Süßer Wein der Bosheit“ auf die Insel.
Volltrunken schlief ein Dämon nach dem anderen ein.
Da erschien ein Mädchen mit engelsgleichen Zügen, das Said aus den Fängen der Dämonen retten sollte. Das Mädchen gab Said die Kraft, den Bösen in die Augen zu schauen und diese damit zu entwaffnen. Denn nichts fürchten diese so sehr, wie angeschaut zu werden von einem furchtlosen Kind, das sie vernichten wollen.
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Zu Aika schickte Janicus den weisen Adschib. Dieser tröstete sie und erzählte ihr von seinem Traum, der auf eine wunderbare Rettung hinwies.
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Und so geschah es dann auch. Mitten auf der Hochzeit, die Fatima siegessicher mit Haddudu feierte, erschien das Mädchen mit engelsgleichen Zügen. Hinter ihm kam Adschib mit seinen Maultieren und unter dem freudigen Aufschreien der Menge springt Said aus den Satteltaschen des Maultieres. |
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Am Schluss lasst uns noch hören, was in einem der schönsten Bücher des Orients, den GESCHICHTEN AUS TAUSEND UND EINER NACHT am Ende gesagt wird:
„Leb wohl mein Freund ... und lerne Geduld und Gelassenheit.
Viel Leiden ist in der Welt, doch Leiden ist nie umsonst. Die Welt ist aus Licht und Dunkel gemacht... und aus Bösem und Gutem. Das Sichtbare und Unsichtbare verknüpfen sich zum bunten Teppich des Lebens.
Voller Schrecken und voller Wunder ist die Welt, doch weise geordnet vom Höchsten. Und nichts darin ist zufällig und nichts ohne Sinn - ganz wie in den Märchen, die uns berichtet werden aus lange vergangenen Zeiten.“
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